Hin­ter­grund

Part­ner­ge­walt gegen äl­te­re Frau­en ist ein Pro­blem, des­sen Be­deu­tung in den kom­men­den Jah­ren mit der Al­te­rung der Be­völ­ke­rung in den eu­ro­päi­schen Län­dern zu­neh­men wird. Im Hin­blick auf phy­si­sche und se­xu­el­le Ge­walt wei­sen Stu­di­en ein­hel­lig aus, dass jün­ge­re Frau­en deut­lich häu­fi­ger Opfer von Part­ner­ge­walt wer­den als äl­te­re. Zu­gleich zeigt sich, dass auch äl­te­re Frau­en phy­si­sche und se­xu­el­le Ge­walt im Alter er­le­ben und zudem von psy­chi­scher Ge­walt in ähn­li­chem Um­fang be­trof­fen sind wie jün­ge­re.

Da sich Part­ner­ge­walt im Alter häu­fig in lang­jäh­ri­gen Ge­walt­be­zie­hun­gen er­eig­net und sich al­ters­spe­zi­fi­sche Fak­to­ren wie der Über­gang in den Al­ters­ru­he­stand, die zu­neh­men­de Ab­hän­gig­keit von Pfle­ge und die Ent­wick­lung von psy­chi­schen und phy­si­schen Krank­hei­ten ver­schär­fend auf be­ste­hen­de Ge­walt­be­zie­hun­gen aus­wir­ken kön­nen bzw. zur erst­ma­li­gen Ent­ste­hung von Ge­walt im Alter und zur er­höh­ten Vul­nerabi­li­tät der Be­tei­lig­ten bei­tra­gen kön­nen, stel­len In­ter­ven­tio­nen in sol­chen Fäl­len be­tei­lig­te Ein­rich­tun­gen und Pro­fes­sio­nen vor große Her­aus­for­de­run­gen.